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Feudales Kriegertum und militärische Profession...
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Schlägt man eine militärische Rangliste, eine Regiments- oder eine adlige Familiengeschichte oder das Register eines militärhistorischen Werkes auf, so finden sich darin bis weit in das 20. Jahrhundert hinein in großer Zahl die immer gleichen Namen. Die Geschichte des Adels, zumal des nordostdeutschen, ist ohne die Geschichte des preußisch-deutschen Militärs nicht zu verstehen - wie umgekehrt auch die Geschichte des Offizierskorps ohne Berücksichtigung der Adelsgeschichte nicht angemessen behandelt werden kann. M. Funck untersucht in seinem Buch die Geschichte des preußischen Adels im Prozeß der militärischen Modernisierung zwischen der preußischen Heeresreform 1860 und der Wiedereinführung der Allgemeinen Wehrpflicht 1935. Damit verknüpft er zwei bislang unverbundene Forschungsfelder: Militärgeschichte und Adelsgeschichte. Methodisch innovativ entsteht somit eine kollektive Biographie des preußischen, ja des deutschen Militäradels im Zeitraum der "Vergesellschaftlichung der Gewalt", d. h. der Mobilisierung sämtlicher gesellschaftlicher Ressourcen für den Krieg und der Kollektivierung von Gewalterfahrung im Zeitalter der totalen Kriegführung. In fünf Abschnitten werden die spezifische Rolle und Funktion des preußischen Militäradels im Prozeß der militärischen Modernisierung untersucht. Im ersten Teil wird einerseits der "mentale Ballast" - adelsspezifische Traditionen, Überlieferungen und Vorstellungen vom Militär - und andererseits die militärischen Elemente des (gedachten und gelebten) adligen Selbstentwurfs im 19. und 20. Jahrhundert vor allem anhand von Selbstzeugnissen ermittelt. Der zweite Teil befaßt sich mit dem Militäradel in der Konfrontation mit den Strukturen der bürgerlichen Gesellschaft. Dabei wird unter dem Begriff "bürgerliche Gesellschaft" nicht nur das historische Bürgertum als soziale Formation, sondern auch eine bestimmte professionelle Arbeitsweise verstanden. Gleichermaßen herausgearbeitet werden Beharrungskraft und Anpassungsleistungen des historischen Adels insbesondere im preußischen Offizierskorps. Wenngleich der Militäradel nach 1871 bis unmittelbar vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs - bei tatkräftiger Unterstützung durch weite Teile des ins Militär drängenden Bürgertums - in der Lage war, seinen spezifischen militärischen Code, seine Militärtraditionen als vermeintlich unwandelbare militärische Traditionen und Tugenden schlechthin zu repräsentieren, erodierte im deutschen Nationalstaat doch zunehmend die historisch begründete alleinige Deutungshoheit über das Militärische. Das wird nicht nur in der Konfrontation, sondern gerade auch in den diskursiv ausgehandelten Annäherungsprozessen deutlich. Die spezifischen Adelserfahrungen im Ersten Weltkrieg sind Gegenstand des dritten Teils. Teils in Fortsetzung älterer, bis 1914 jedoch nur ansatzweise wirkungsmächtiger Entwicklungen, teils infolge der Radikalisierung der Kriegführung im Zeichen der "Vergesellschaftlichung der Gewalt" erfuhr die große Mehrheit der adligen Offiziere und ihre Familien den Krieg als Niedergang und insbesondere 1918 als radikalen Bruch mit den Sicherheiten der Vergangenheit. Sozialer Niedergang, politische und militärische Radikalisierung sowie autoritär-totalitäre Zukunftsentwürfe gingen einher mit einem beträchtlichen Verlust an Einfluß- und Machtchancen des Adels insgesamt. Der Endphase dieses Radikalisierungsprozesses wird im vierten und fünften Teil nachgegangen. Der Autor zeichnet den Kampf des deklassierten Militäradels gegen die Weimarer Republik und die schnelle und weitgehend vorbehaltlose Mitarbeit beim Aufbau des nationalsozialistischen Regimes und der Wehrmacht bis 1935 nach. Deutlich wird dabei einerseits die Unfähigkeit weiter Teile des Adels, sich des Ballasts der militärischen Tradition zu entledigen und sich zu einem "zivilen Adel" zu bekennen; andererseits jedoch auch die zunehmende Einsicht in die Weltfremdheit der illusionären Vorstellung, das Dritte Reich zum Vorteil des Adels an entscheidender Stelle ausgestalten zu können.

Anbieter: buecher
Stand: 20.02.2020
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Schlägt man eine militärische Rangliste, eine Regiments- oder eine adlige Familiengeschichte oder das Register eines militärhistorischen Werkes auf, so finden sich darin bis weit in das 20. Jahrhundert hinein in großer Zahl die immer gleichen Namen. Die Geschichte des Adels, zumal des nordostdeutschen, ist ohne die Geschichte des preußisch-deutschen Militärs nicht zu verstehen - wie umgekehrt auch die Geschichte des Offizierskorps ohne Berücksichtigung der Adelsgeschichte nicht angemessen behandelt werden kann. M. Funck untersucht in seinem Buch die Geschichte des preußischen Adels im Prozeß der militärischen Modernisierung zwischen der preußischen Heeresreform 1860 und der Wiedereinführung der Allgemeinen Wehrpflicht 1935. Damit verknüpft er zwei bislang unverbundene Forschungsfelder: Militärgeschichte und Adelsgeschichte. Methodisch innovativ entsteht somit eine kollektive Biographie des preußischen, ja des deutschen Militäradels im Zeitraum der "Vergesellschaftlichung der Gewalt", d. h. der Mobilisierung sämtlicher gesellschaftlicher Ressourcen für den Krieg und der Kollektivierung von Gewalterfahrung im Zeitalter der totalen Kriegführung. In fünf Abschnitten werden die spezifische Rolle und Funktion des preußischen Militäradels im Prozeß der militärischen Modernisierung untersucht. Im ersten Teil wird einerseits der "mentale Ballast" - adelsspezifische Traditionen, Überlieferungen und Vorstellungen vom Militär - und andererseits die militärischen Elemente des (gedachten und gelebten) adligen Selbstentwurfs im 19. und 20. Jahrhundert vor allem anhand von Selbstzeugnissen ermittelt. Der zweite Teil befaßt sich mit dem Militäradel in der Konfrontation mit den Strukturen der bürgerlichen Gesellschaft. Dabei wird unter dem Begriff "bürgerliche Gesellschaft" nicht nur das historische Bürgertum als soziale Formation, sondern auch eine bestimmte professionelle Arbeitsweise verstanden. Gleichermaßen herausgearbeitet werden Beharrungskraft und Anpassungsleistungen des historischen Adels insbesondere im preußischen Offizierskorps. Wenngleich der Militäradel nach 1871 bis unmittelbar vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs - bei tatkräftiger Unterstützung durch weite Teile des ins Militär drängenden Bürgertums - in der Lage war, seinen spezifischen militärischen Code, seine Militärtraditionen als vermeintlich unwandelbare militärische Traditionen und Tugenden schlechthin zu repräsentieren, erodierte im deutschen Nationalstaat doch zunehmend die historisch begründete alleinige Deutungshoheit über das Militärische. Das wird nicht nur in der Konfrontation, sondern gerade auch in den diskursiv ausgehandelten Annäherungsprozessen deutlich. Die spezifischen Adelserfahrungen im Ersten Weltkrieg sind Gegenstand des dritten Teils. Teils in Fortsetzung älterer, bis 1914 jedoch nur ansatzweise wirkungsmächtiger Entwicklungen, teils infolge der Radikalisierung der Kriegführung im Zeichen der "Vergesellschaftlichung der Gewalt" erfuhr die große Mehrheit der adligen Offiziere und ihre Familien den Krieg als Niedergang und insbesondere 1918 als radikalen Bruch mit den Sicherheiten der Vergangenheit. Sozialer Niedergang, politische und militärische Radikalisierung sowie autoritär-totalitäre Zukunftsentwürfe gingen einher mit einem beträchtlichen Verlust an Einfluß- und Machtchancen des Adels insgesamt. Der Endphase dieses Radikalisierungsprozesses wird im vierten und fünften Teil nachgegangen. Der Autor zeichnet den Kampf des deklassierten Militäradels gegen die Weimarer Republik und die schnelle und weitgehend vorbehaltlose Mitarbeit beim Aufbau des nationalsozialistischen Regimes und der Wehrmacht bis 1935 nach. Deutlich wird dabei einerseits die Unfähigkeit weiter Teile des Adels, sich des Ballasts der militärischen Tradition zu entledigen und sich zu einem "zivilen Adel" zu bekennen; andererseits jedoch auch die zunehmende Einsicht in die Weltfremdheit der illusionären Vorstellung, das Dritte Reich zum Vorteil des Adels an entscheidender Stelle ausgestalten zu können.

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Stand: 20.02.2020
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Die Weimarer Hofkapelle 1683-1851
68,00 € *
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Die Weimarer Hofkapelle 1683-1851 ab 68 EURO Personelle Ressourcen - Organisatorische Strukturen - Künstlerische Leistungen Schriften der Academia Musicalis Thuringiae

Anbieter: ebook.de
Stand: 20.02.2020
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Genossen - Freunde - Junker
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Wie prägten persönliche Kontakte und Netzwerke die Politik der Weimarer Republik?Die Weimarer Republik steht als erste gesamtdeutsche Republik für den Versuch, in der Hochphase der Moderne einen demokratischen, bürokratischen und sozialen Staat zu etablieren. Dabei gelang es den demokratischen Parteien jedoch nicht, Deutungshoheit über die politische Debatte zu gewinnen. Vor diesem Hintergrund wirft Volker Köhler einen Blick auf die Bedeutung personaler Beziehungen beim Verteilen staatlicher Ressourcen. An drei Beispielen - der sächsischen Sozialdemokratie, Konrad Adenauers als Kölner Oberbürgermeister und dem Verteilungskampf um die Millionen des Subventionsprogramms Osthilfe - wird deutlich, dass Freundschaften und Seilschaften, Abhängigkeiten und gemeinsame Erfahrungen auch die Politik der Weimarer Republik prägten. Dabei zeigt sich, dass personale Beziehungen - oder Mikropolitik - nicht nur bei Junkern und Wirtschaftseliten, sondern gerade in der Parteiorganisation der SPD eine große Rolle spielten. Der Autor entwirft eine erste systematische Typologie der Mikropolitik der Weimarer Jahre und erklärt über die daraus abgeleiteten Erkenntnisse Unwahrscheinlichkeiten in der politischen Entwicklung jener Jahre.

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Stand: 20.02.2020
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Am Abgrund der Bedeutungslosigkeit?
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Die Universität Rostock, die älteste Universität des Ostseeraums, stand Anfang der 1930er-Jahre am Abgrund der hochschulpolitischen Bedeutungslosigkeit. Das Handeln der regionalen Akteure war von einem bereits in der Weimarer Republik herausgebildeten »Schließungs-Komplex« geprägt – also von der Furcht vor einer Abwicklung der Universität.Florian Detjens schildert in dieser quellengesättigten Untersuchung, auf welche Weise die Geschicke einer in der geographischen Peripherie gelegenen Hochschule durch die sozio-ökonomischen Verhältnisse und die daraus resultierenden strukturellen Probleme geprägt wurden. Die führenden Köpfe der Universität Rostock verstanden es, im Spannungsfeld von regionalen und zentralen Machtinstanzen den Bedarf des NS-Regimes nach wissenschaftlichen Ressourcen zu bedienen und dadurch nicht nur den Fortbestand ihrer Universität zu sichern, sondern inmitten des Zweiten Weltkriegs sogar deren Ausbau voranzutreiben. Dank geschickter, aber auch bereitwilliger Anpassung an die nationalsozialistische Diktatur konnte ein Niedergang der Mecklenburgischen Landesuniversität – zu einem freilich hohen Preis – verhindert werden.

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Geschichte durch Geschichte überwinden
214,00 CHF *
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Der erste Band der Troeltsch-Studien, Neue Folge dokumentiert die Ergebnisse des 8. Internationalen Kongresses der Ernst-Troeltsch-Gesellschaft, der sich die Analyse der Trias aus Geschichtsphilosophie, Geschichtstheologie und Geschichtspolitik vorgenommen hatte. Troeltsch entfaltete seine Sicht des Historismus als kritische Theorie der Moderne. Als Geschichtsphilosoph wollte er angesichts historistischer Relativitätserfahrungen ethisch orientierungskräftige Überlieferungen erschliessen. Als Geschichtstheologe wollte er die bleibende Bedeutung der jüdischen und christlichen Herkunftsgeschichte Europas sichern, um als Geschichtspolitiker sozialmoralische Ressourcen für die fragile Weimarer Demokratie zu gewinnen.

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 20.02.2020
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Genossen - Freunde - Junker
56,90 CHF *
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Wie prägten persönliche Kontakte und Netzwerke die Politik der Weimarer Republik? Die Weimarer Republik steht als erste gesamtdeutsche Republik für den Versuch, in der Hochphase der Moderne einen demokratischen, bürokratischen und sozialen Staat zu etablieren. Dabei gelang es den demokratischen Parteien jedoch nicht, Deutungshoheit über die politische Debatte zu gewinnen. Vor diesem Hintergrund wirft Volker Köhler einen Blick auf die Bedeutung personaler Beziehungen beim Verteilen staatlicher Ressourcen. An drei Beispielen - der sächsischen Sozialdemokratie, Konrad Adenauers als Kölner Oberbürgermeister und dem Verteilungskampf um die Millionen des Subventionsprogramms Osthilfe - wird deutlich, dass Freundschaften und Seilschaften, Abhängigkeiten und gemeinsame Erfahrungen auch die Politik der Weimarer Republik prägten. Dabei zeigt sich, dass personale Beziehungen - oder Mikropolitik - nicht nur bei Junkern und Wirtschaftseliten, sondern gerade in der Parteiorganisation der SPD eine grosse Rolle spielten. Der Autor entwirft eine erste systematische Typologie der Mikropolitik der Weimarer Jahre und erklärt über die daraus abgeleiteten Erkenntnisse Unwahrscheinlichkeiten in der politischen Entwicklung jener Jahre.

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Der Frieden von Brest-Litowsk
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Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Gesch. Europa - Deutschland - I. Weltkrieg, Weimarer Republik, Note: 2, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Institut für Geschichte), Veranstaltung: Deutsch-russische Beziehungen 1917-1941, 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Durch den verheerenden Ersten Weltkrieg erfuhr Russland, das vertraglich Serbien gegen den Aggressor Österreich-Ungarn zu unterstützen hatte, Not und Elend und immense Verluste an Menschen. Alle wichtigen Ressourcen - Wirtschaft, Industrie, Militär - waren einem längeren Krieg gegen Deutschland bzw. die Mittelmächte nicht gewachsen. Zar Nikola us II. hielt es nicht anders als die restlichen europäischen Machthaber. Er verfolgte starr den Kriegskurs. Eine kontinuierliche parlamentarische Exekutive gab es nicht; personalpolitische Entscheidungen des Zaren, die mitunter auf den Einfluss des Hochstaplers Rasputin auf die Zarenfamilie zurückzuführen sind, führten dazu: '[...], dass Russland in den drei Jahren ab Juli1914 [...] vier Ministerpräsidenten, sechs Innen-, vier Landwirtschafts-, vier Kriegs- (!) und drei Aussenminister hatte, die obendrein alles andere als besonders befähigt waren.'1 Auch sich häufende militärische Niederlagen und bald praktisch nicht mehr vorhandene Siegchancen überzeugten keineswegs das Zarenregime, die Lage zu überdenken. Nach der russischen bürgerlichen Revolution im Februar 1917, der Abdankung des Zaren und der sozialistischen Oktoberrevolution im gleichen Jahr schien der Frieden für Russland zum Greifen nahe. Jedoch sollte der Friedensschluss nicht ganz so einfach vonstatten gehen wie Jahre zuvor die Kriegserklärungen. Der Friedensvertrag von Brest-Litowsk, zwischen Russland und den Mittelmächten Deutschland, Österreich-Ungarn, Bulgarien und der Türkei am 3. März 1918 unterzeichnet, brachte aus russischer Sicht alles andere als den erhofften 'Frieden ohne Annexionen und Kontributionen', der als eines der ersten Dekrete nach der Oktoberrevolution von der neuen Regierung beschlossen und den Krieg führenden Mächten angeboten wurde.2 Der Friedensschluss ging vielmehr als 'Raubfrieden' in die Geschichte Russlands ein. Diese Hausarbeit wird versuchen, die innenpolitischen Ereignisse des Revolutionsjahres 1917 und den Kriegsverlauf an der russischen Front im Ersten Weltkrieg in Zusammenhang mit den Verhandlungen von Brest-Litowsk zu bringen. Mit welchen Voraussetzunge n ging die Delegation um Trotzki in die Friedensverhandlungen? Weshalb stimmte Russland letztendlich dem nachteiligen Abkommen zu? [...] 1 Torke, Hans-Joachim, Einführung in die Geschichte Russlands, München 1997, S. 187. 2 Pospelow, Peter N., und 8 andere Autoren, W. I. Lenin, Biographie, 5., durchgesehene Auflage, Berlin 1971, S. 504.

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Stand: 20.02.2020
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Genossen - Freunde - Junker
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Wie prägten persönliche Kontakte und Netzwerke die Politik der Weimarer Republik? Die Weimarer Republik steht als erste gesamtdeutsche Republik für den Versuch, in der Hochphase der Moderne einen demokratischen, bürokratischen und sozialen Staat zu etablieren. Dabei gelang es den demokratischen Parteien jedoch nicht, Deutungshoheit über die politische Debatte zu gewinnen. Vor diesem Hintergrund wirft Volker Köhler einen Blick auf die Bedeutung personaler Beziehungen beim Verteilen staatlicher Ressourcen. An drei Beispielen - der sächsischen Sozialdemokratie, Konrad Adenauers als Kölner Oberbürgermeister und dem Verteilungskampf um die Millionen des Subventionsprogramms Osthilfe - wird deutlich, dass Freundschaften und Seilschaften, Abhängigkeiten und gemeinsame Erfahrungen auch die Politik der Weimarer Republik prägten. Dabei zeigt sich, dass personale Beziehungen - oder Mikropolitik - nicht nur bei Junkern und Wirtschaftseliten, sondern gerade in der Parteiorganisation der SPD eine grosse Rolle spielten. Der Autor entwirft eine erste systematische Typologie der Mikropolitik der Weimarer Jahre und erklärt über die daraus abgeleiteten Erkenntnisse Unwahrscheinlichkeiten in der politischen Entwicklung jener Jahre.

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